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Clawfinger - A Whole Lot Of Nothing

A Whole Lot Of Nothing

Nach ihrem letzten Flop-Album aus dem Jahre 1997 war es still geworden um die einstigen Crossover-Hitlieferanten Clawfinger. Jetzt wird es wieder lauter - aber leider nicht besser.

Schon amüsant, wie sich Kollege Neumayer stets über Zak Tells (der zugegebenermaßen immer noch recht ungelenk seine Raps rausschleudert) Versuche in der unmöglichen Kunst, je-de ein-zel-ne Sil-be je-des Wor- tes zu be-to-nen, echauffieren kann. Bei dem stumpfen Stampfer "Burn In Hell" oder der Floskel-Überdosis "I Close My Eyes" wird das auch tatsächlich über jede Schmerzgrenze hinaus ausgereizt. Ganz so schlimm ist es meist aber nicht, immerhin hat seine Stimme einen hohen Wiedererkennungswert, und das gilt auch für die abgedroschenen, aber nichtsdestotrotz messerscharf gespielten Gitarrienriffs und die kraftvollen Drums. Dass der cleane, ohne-Umweg-ins-Pult-Sound der Gitarren von Produzent Jakob Hellner auch bei Rammstein bereits perfektioniert und inzwischen mehr als ausgereizt hat, kommt Clawfinger wahrscheinlich zumindest kurzfristig zugute. Immerhin lassen sich die Publikumsreaktionen auf die Darbietung der Schweden im Vorprogramm von Till Lindemann & Co. schon als imposanter Erfolg werten. Aber wenn auf Dauer das Herausstechende an dieser Band der Sound und nicht die Songs sind, ist die erneute Kurzlebigkeit vorprogrammiert. Dabei haben einige Tracks wie der Breitwand-Song "Evolution" oder die Auskopplung "Out To Get Me" schon das Potenzial, sich im Ohr festzusetzen. Zudem verstärken die keineswegs unpassenden Breakbeat-Anleihen die bandeigene Power nicht unwesentlich. Aber unter der Oberfläche nach wirklicher Substanz zu suchen, bleibt ein aussichtsloses Unterfangen. Und das Covern ("Vienna" von Ultravox musste dran glauben) sollten Clawfinger wirklich sein lassen, wo sich die meisten Songs ohnehin schon nach dreist-geschicktem Recycling anhören.

Bewertung: 5/12

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