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0 Autor: Thorsten Zahn

The Goo Goo Dolls - Dizzy Up The Girl

Dizzy Up The Girl

Den punkigen Biß der Anfangstage haben die Goo Goo Dolls zwar verloren, aber trotz des Riesenerfolges ihres letzten Albums „A Boy Named Goo" (1995) ist das Trio ihren einfachen, aber wirkungsvollen Grundsätzen treu geblieben: emotionale Texte, schwungvolle Drei-Akkorde-Riffs und Melodien mit Erinnerungscharakter. Der kommerzielle Durchbruch hat dem Hauptsongwriter John Rzeznik in den letzten drei Jahren arg zu schaffen gemacht und ihn in einen kreativen Winterschlaf versetzt, doch mit der Single „Iris", die schon auf dem „City Of Angels"-Soundtrack vertreten war, meldeten sich die drei im letzten Jahr zurück. Das vorliegende und bereits sechste Album „Dizzy Up The Girl" zeigt wieder einmal in jeder Sekunde, daß mit dem Erfolg zum Glück kein Sinneswandel stattgefunden hat. Ihre kruden Textphrasen verpacken die Goo Goo Dolls nach wie vor in schöne, simple, aber rockige Alternative-Perlen, die ohne Zweifel einzigartig sind. Sie vertonen Liebe, Laster und viele Tränen in kurzweiligen Anekdoten, die den kürzesten Weg zum Herzen suchen. Sie haben den holprigen Weg vom Untergrund in den Mainstream gemeistert, und das, ohne groß an Substanz zu verlieren. Das macht die Goo Goo Dolls zu einer sympathischen Band, die mit „Dizzy Up The Girl" definitiv eine gute Platte vorlegt, die aber dennoch „Superstar Car Wash" von 1992 leider nicht toppen kann.

Bewertung: 10/12
Leserbewertung: 10.0/12

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