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0 Autor: Christian Kruse

Paradise Lost - Believe In Nothing

Believe In Nothing

Wer hier nicht gelangweilt mit den Schultern zuckt und sich möglichst schnell eine Beschäftigung sucht, die ihn ablenkt, der läuft Gefahr, innerhalb von Sekunden um 30 Jahre zu altern.

Huarch. Guten Morgen. Wo bin ich? Was mache ich hier? Ach, ich sitze vor dem Rechner. Das muss einen Grund haben. Also, kramen wir im Gedächtnis... Richtig. Ich sollte die neue Paradise Lost-Scheibe rezensieren. War ich denn so müde? Egal. Paradise Lost. Gute Band. Damals, zu Zeiten des gleichnamigen Debüts und der überragenden "Gothic". War wirklich innovativ für die etwas stagnierende Death Metal-Szene, und vor allem die zeitweise ganze Songs durchwandernde Melodiegitarre absolut einzigartig. Und jetzt? Einige Alben später ist man inzwischen eine etablierte Rockband mit Mainstream-Publikum. Nennt mich reaktionär, aber die etwas holprige, aber immer atmosphärische alte Schlurf-Schule ist mir weitaus lieber als dieser blutarme Heavy Rock, mit dem Paradise Lost seit einigen Jahren ihre Platten verkaufen. "Believe In Nothing" ist perfekt produzierte Fahrstuhlmusik, hat weniger Tiefgang als ein handelsüblicher Bierdeckel, und verlässt zu keiner Sekunde den Gefälligkeits- und damit Belanglosigkeits-Tümpel, in dem deutsche Radiostationen fischen, wenn sie niemandem weh tun wollen. Und um das ein für alle Mal klarzustellen: Weder Paradise Lost noch immer wieder ähnlich titulierte Kaspertruppen wie Rammstein und die Farmer Boys haben jemals oder werden jemals mit Depeche Mode in einem Atemzug genannt werden dürfen. Das eherne Gesetz, hiermit in Kraft tretend.

Bewertung: 4/12
Leserbewertung: 6.3/12

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