Zur mobilen Seite wechseln
0

The Twilight Singers - Twilight As Played By The Twilight Singers

Twilight As Played By The Twilight Singers





Das sagenumwobene Debüt des Zweitprojekts von Afghan Whigs-Sänger Greg Dulli fällt eher unspektakulär aus.

Ein wenig Enttäuschung kann ich mir kaum verkneifen, als ich „Twilight...“ das erste Mal höre. Immerhin geistern schon seit Jahren Gerüchte durch die Gegend, die ein kleines Meisterwerk erwarten ließen: Greg Dulli, im schmucken Gesangstrio mit Harold Chichester (Howlin’ Maggie) und Shawn Smith (u.a. Brad), lässt seiner ohnehin nicht sonderlich geheim gehaltenen Leidenschaft für Soulmusik völlig freien Lauf und bittet schließlich das geschmackssichere TripHop-Duo Fila Brazilia, den Songs den letzten Schliff zu verpassen. Wow! Und dann das: Zwölf verhältnismäßig sparsam arrangierte Balladen, die sich einem nicht gerade als Ohrwürmer aufdrängen. Doch was beim ersten Hören noch spröde an einem vorbei fließt, entwickelt mit der Zeit dann doch einen Charme, der sich offenbar erst an stürmischen Herbstabenden richtig entfalten mag. Dulli schmachtet, gurrt, flüstert, fleht und singt zu schläfrigen Rhythmen, Akustikgitarren und sehr verhalten eingesetzten Sounds aus dem Computer, die beiden anderen Sänger halten sich vornehmlich im Hintergrund. Und ob Dulli das Album nun mit der Zeile „rock steady, baby, your man iz dead“ eröffnet oder zum Abschluss fast schon beschwörend immer wieder „everything is gonna be alright“ aufsagt - man nimmt ihm Schmerz und Melancholie mit jeder Silbe ab. Da bekommt man sogar Liebeskummer, wenn man gar keinen hat...

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 9.5/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.