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AFI - The Art Of Drowning

The Art Of Drowning

Nach fast zehn Jahren Bandgeschichte legen die Düsterpunks von AFI ihr bisheriges Meisterwerk vor.

Wie kaum eine andere Punkband vermögen es AFI die Geister zu scheiden. Ich kenne mehr als zwei Personen, die meinen, dass die Herren pathetische Grützköpfe seien und Sänger Davey Havock ein verirrter Kreischmetaller. Vielleicht steckt da sogar ein Fünkchen Wahrheit drin, bei vorhandener Sympathie kann man aber auch mit den Begriffen Hymnen, Charisma, Glam und von mir aus auch großen Gesten hantieren. Dabei hatten die ausgewiesenen Misfits-Fans vor knapp zehn Jahren noch mit relativ schnörkellosem Punkrock angefangen, entwickelten sich seitdem aber immer weiter in eine leicht mystische Richtung mit - trotz aller Wohoho-Chöre - fast schon ‘künstlerischem’ Anspruch: die Songstrukturen wurden immer vertrackter, es wimmelt vor Breaks und man scheut auch vor ruhigeren Passagen nicht zurück. Und voilá: Die Metamorphose ist geglückt, denn was auf dem letzten Album „Black Sails In The Sunset“ noch ein wenig orientierungslos klang, ist auf „The Art Of Drowning“ nun ausgereift. Die Band ist trotz diverser Umbesetzungen perfekt aufeinander eingespielt, Havock überzeugt sowohl mit aggressivem Shouting als auch bei den sensiblen Parts, und die Songs erweisen sich fast durchgehend als Hymnen einer wütend-enttäuschten (Spät-)Jugend. Da mag man meckern, wie man will, einer Gänsehaut dürfte sich hier kaum jemand entziehen können.

Bewertung: 10/12
Leserbewertung: 8.0/12

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