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0 Autor: Mario Lasar

Teenage Fanclub - Howdy!

Howdy!

Teenage Fanclub bleiben auch mit dem zigsten Album ihrem jangly Gitarrenpop treu, mit dem sie uns schon seit ca. zwölf Jahren beglücken.

Es klingt alles sehr vertraut: die bababa-Chöre, die Harmonie-Gesänge, die „Mr. Tambourine Man“-Gitarren. Original getreuer wurde den typischen Erkennungsmerkmalen der mittleren Phase der Byrds wohl noch nie Tribut gezollt. Dies ist Sonnenschein-Pop der konfliktscheuen Sorte. Vielleicht eine natürliche Abwehrreaktion auf das regenreiche Leben in Glasgow, wo Teenage Fanclub herkommen. Auffällig ist, dass die zwölfsaitigen Rickenbacker-Gitarren, die gar nicht anders können als die Assoziation ‘Folkrock’ hervorzurufen, hier durch markante Farfisa-Orgelsounds ergänzt werden. Damit erhöht sich die Unmittelbarkeit, mit der sich Teenage Fanclub auf die Sixties beziehen. Was ich etwas vermisse, ist irgendeine Reibung, die erkennen ließe, dass wir eine Platte hören, die im Jahr 2000 entstanden ist. Reine Nostalgie-Klänge, die sich an nichts brechen, wirken allzu beschaulich. Teenage Fanclub klingen hier so erwachsen wie nie zuvor. Dass das nicht schlecht sein muss, zeigt das Stück „Cul de Sac“, in dem mit weichem Vibraphon eine Art Verzweiflung sehr schön umgesetzt wird.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 8.0/12

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