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0 Autor: Harald Fricke

Morrissey - Southpath Grammar

Southpath Grammar



Mit einem ziemlich konstruierten Stück Indie-Kultur versucht Morrissey in den USA sein Glück. Für Europa gibt es keine Promo, no Interviews, nicht mal ne Kurz-Bio zur CD. Macht nix, weiß eh jeder, daß Morrissey Sänger der Rolling Stones war, jetzt Glatze trägt und letztes Jahr am Piccadilly Circus die Rolle der Hexe gesungen hat. Mit allerlei Pomp fängt es an: Streicher, ein fetter Groove, Instrumentalgeklingel und Chöre wie auf Muttis alten Platten. Doch dann entpuppt sich das zehnminütige "The Teachers Are Afraid Of The Pupils" als Brit-Invasion im Ami-Rock. Was den Stone Roses mit Led Zep-Gitarren und verquollenem Rave-Schmock gelungen ist, kann Morrissey schon lange. "Reader Meets Author" ist so aufregend wie Bruce Springsteen im Bikini. Langweilige Gitarren machen nach jeder dahingesuselten Gesangsstrophe jaul-jaul, das wars dann schon. Einzige Lichtblicke sind das flotte Northern-Soul-Teil "Dagenham Dave" und "The Boy Racer" mit einer Textzeile wie "Hes got too many girlfriends and Im jealous, thats all". Wird ne klasse Single - das siebenminütige "Operation" mit Schlagzeug-Solo im Intro dagegen hoffentlich nicht. Ich hätte mehr erwartet von einem, der mal bei den Rolling Smiths war.

Bewertung: 5/12
Leserbewertung: 7.0/12

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