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0 Autor: Martin Iordanidis

Sacred Reich - Heal

Heal
  • VÖ: 30.11.1999
  • Label: Metal Blade/SPV
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 44


Sacred Reich sind nicht totzukriegen. Im Gegensatz zu weit peinlicherern Vertretern der 80er Thrash-Oldschool liefern Reich konstante Qualität und halten nebenbei die Hochgeschwindigkeits-Fahne hoch, als hätte der zähe Low-End-Wahn niemals die Metal-Szene heimgesucht. Tatsache ist: "Heal" hätte ebenso der logische "Ignorance"-Nachfolger sein können, sieht man einmal von dem weit weniger poltitisierendem Erscheinungbild und der Ohrwurm-Tauglichkeit auf diesem (Fast-)Jubiläumsalbum ab. Statt dessen schreiben wir das Jahr 1996, wo man die Jungs womöglich als Riffpunks der altertümlichen Sorte abqualifizieren wird. Tatsächlich scheinen Phil Rind und Co. nach zehn Jahren lärmender pc-Attitude nur noch Interesse daran zu haben, den Blubber unter Phoenix` Wüstensonne heißdampfen zu lassen - oder sie trauen sich erst jetzt, das auch zuzugeben. Wie dem auch sei, "Heal" setzt in kultigen 33 Minuten Spielzeit (!) auf kurzatmigen, heftigen Zorn-Rock inklusive Oingo Boingo-Cover ("Who Do You Want To Be?"), Mosh-Orgie und die guten alten Sab-Clone-Riffs. Mußte mal wieder sein.

Bewertung: 8/12

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