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Fun Lovin` Criminals - Come Find Yourself

Come Find Yourself
  • VÖ: 30.11.1999
  • Label: Silver Spotlight/EMI
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 47

Das Debut des New Yorker Trios ist erneut ein bestechendes Beispiel für die Sinnlosigkeit musikalischer Schubladen. Denn wo soll man hier ansetzen? Ob HipHop, Blues, Folk, Jazz, Crossover - alles ist enthalten und trifft es doch nicht annähernd. Sämtliche Einflüsse aufzuzählen, wäre ebenso langweilig wie ermüdend, weshalb ich mich auf die offensichtlichsten beschränken will: Da wären die Beastie Boys, Beck, Spearhead, Consolidated, R.E.M., De La Soul, Muddy Waters, Marxman und ein Dutzend andere zu nennen, und ich sag`s euch, selbst das umschreibt die Musik von F.L.C. nur unzureichend. Die Beats sind überwiegend HipHoppig-straight, dabei aber live und knochentrocken gespielt, die Gitarren verbraten alles zwischen Country & Western und Hardcoresägen, selbst der Bass fummelt sich von Swingjazz zu den Chili Peppers. Dazu gesellen sich Mundharmonika, James Last-Trompete, James Brown-Soul, die Jazzkantine und ein bißchen französischer Film Noir. Die Raps von Sänger Huey wechseln von super-smooth zu prollig-aggressiv, je nach Stimmung und Atmosphäre des jeweiligen Songs. Dieser 90er-Jahre-Großstadt-Blues ist ebenso facettenreich, vielschichtig und cool wie die Stadt, aus der er kommt.

Bewertung: 10/12
Leserbewertung: 8.0/12

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