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0 Autor: Stephan Kreher

Rise Against - Nowhere Generation II

Nowhere Generation II

Die fünf Songs von Nowhere Generation II sind keine Ausschussware des letztjährigen Albums, sondern ein Ass im Ärmel der Polit-Punks.

Das ist zumindest die Ansicht von deren Frontmann Tim McIlrath – aber "Nowhere Generation II" schließt auch qualitativ nahtlos an den Vorgänger an, aus dessen Sessions mit Bill Stevenson (Descendents) die Songs stammen. "The Answer" mit seinem Ohrwurm-Chorus "We all run, we all hide/ But this is not the answer/ Our mouths shut, our hands tied/ But this is not the answer now" passt in der Zeit der russischen Invasion der Ukraine wie die Faust aufs Auge. Dass Rise Against den Song lange vor dem Krieg geschrieben haben, unterstreicht die universelle wie auch notwendige Botschaft der Band. Die verpackt das Quartett auch auf "Last Man Standing" in hymnenhaften Punkrock, bei dem einmal mehr Joe Principes feine Basslines glänzen. "Pain Mgmt" erweist sich als druckvoller, eine apokalyptische Liebesgeschichte vertonender Stadion-Rocker. Ehe man sich versieht, schließt "Holding Patterns" mit treiben-dem Punk, Gekeife und an "The Sufferer & The Witness" erinnernder Atmosphäre den Reigen. Dass "Nowhere Generation II" so kurz bleibt, ist seine große Stärke. Denn auf EP-Länge fällt weniger auf, dass auch Rise Against inzwischen nur noch denselben Song schreiben. Solange der aber wirklich jedes Mal aufs Neue ein Hit ist, stört das nicht weiter. Die Band zeigt so, wie man würdevoll altert und die eigenen Stärken ausspielt, ohne an Biss zu verliere.

Bewertung: 9/12

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