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0 Autor: Christin Rodrigues

Jamie T - The Theory Of Whatever

The Theory Of Whatever

Der UK-Musiker zieht nach sechs Jahren musikalischer Pause das Resümee einer Liebesbeziehung, in dem er seine Gefühlswelt mittels Melodie und Beat aufgreift.

Rockmusik kennzeichnet sich hier durch elektronische Elemente und trifft auf Rap und Gesang. Was mit "90's Cars" und dem ersten Kennenlernen eines zukünftigen Paars auf einer Party und präsenten Drum-Groove-Einsätzen ins Album startet, endet nach langem Auf und Ab in "50.000 Unmarked Bullets" mit der Überwindung der Trennung. Die Dynamik im (Sprech-) Gesang zeigt sich insbesondere im zweiten Song "The Old Style Raiders", der vom Beat an Adam & The Ants' "Stand And Deliver" erinnert. Die Suche nach Liebe mündet in einer ernüchternden Erfahrung. Jamie Ts Verzweiflung führt zu Selbsterkenntnissen, die sich auch in einem neuen Sound zeigen. Dass der 36-Jährige seinen Wurzeln gleichzeitig treu bleibt, wird spätestens bei "St. George Wharf Tower" klar. Dessen Aufbau lässt einen an EPs wie "Sticks 'n' Stones" (2009) und "Magnolia Melancholia" (2015) denken. Entsprechend der Gefühlsachterbahn folgt auf Melancholie euphorischer Rocksound: "A Million & One New Ways To Die" lässt nicht nur den Kopf mitnicken, sondern erweckt auch Moshpit-Gelüste. Dabei unterstreicht Jamie T das Dilemma einer Trennung und kurbelt das Tempo an. Dies führt zwar in manchen Songs zu einem zu abrupten Ende, doch pointiert es zugleich den schnell einsetzenden Herzschmerz und die langsamen Zweifel in der Platte und Jamie Ts Musik.

Bewertung: 8/12

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