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0 Autor: Christian Wiensgol

Beach Rats - Rat Beat

Rat Beat

Keine Allstarband, nur fünf Typen am Strand, die noch einmal der frische Hardcore-Wind ihrer Jugend umweht.

2019 steht Bryan Kienlen in seinem Tattoo-Studio unweit von Asbury Park und verweist auf das Artwork an der Wand, das er für sein neues Nebenprojekt gestaltet hat. Nach einer soeben erschienenen EP komme noch mehr, prophezeit er mit funkelnden Augen und reicht eine kleine Plakette herüber, die man hier früher bei sich tragen musste, um auszuweisen, dass man für die Strandsaison bezahlt hat. Darauf gedruckt der Bandname: Beach Rats. Zu denen gehören neben Kienlen am Bass und seinem Bouncing-Souls-Bandkollegen Pete Steinkopf an der Gitarre noch Danny Windas von Let It Burn am Schlagzeug sowie die legendären Ari Katz (Lifetime) am Gesang und Brian Baker (Minor Threat, Bad Religion) an der zweiten Gitarre. Sie alle eint die Liebe zum Strand und zum Hardcore der 80er. Die vergangenen Jahre, in denen alle in Asbury Park festsitzen, begünstigen dann, dass Kienlens Ankündigung Realität wird: Nicht nur, dass sie Zeit haben, Bakers Probekeller ist auch groß genug, um Abstandsregeln einzuhalten. Hört man Beach Rats, wird vor allem deutlich, was sich da für Energie aufgestaut hat. Das hier ist auf den Punkt gespielter pulsierender Hardcore-Punk, wie ihn alle Beteiligten in ihren früheren Bands schon als Teenager gespielt haben, es aber seitdem nicht mehr so unverkopft hinbekommen haben. Strophe, Refrain, Breakdown. Der Hardcore-Sommer ist gerettet.

Bewertung: 8/12

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