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0 Autor: Jonathan Schütz

The Interrupters - In The Wild

In The Wild

Oberflächlich betrachtet ist In The Wild nur ein weiteres Album zwischen Punk, Ska und Reggae, doch für Aimee Interrupter ist es eine höchst persönliche Platte.

Die Frontfrau von The Interrupters verarbeitet auf dem vierten Album ihrer Band jede Menge Traumata aus ihrer Vergangenheit. In "Raised By Wolves" etwa das Aufwachsen ohne Eltern in einem Pflegeheim. "My Heart" ist dagegen ihrer verstorbenen Hündin gewidmet und in der abschließenden Ballade "Alien" thematisiert sie, wie es sich anfühlt, nirgends dazuzugehören. Harter Stoff, den das Quartett aus Los Angeles in 14 größtenteils mitreißenden Zwei- und Dreiminütern verpackt hat. Einschläfernde Reggae-Stücke mit Kalenderspruch-Poesie wie "Kiss The Ground" oder "Burdens" gehören jedoch auch zu "In The Wild", auf dem The Interrupters sonst stilsicher Hymne an Hymne reihen. "Anything Was Better" erinnert etwa an die besten Zeiten von Green Day und in "Jailbird" bricht Interrupter mit leidenschaftlichem Gesang aus ihrem einschnürenden Mindset aus. Nachdem Rancid-Frontmann Tim Armstrong bislang alle drei Alben der Band als Produzent betreut hatte, hat "In The Wild" nun Gitarrist Kevin Bivona produziert. Ganz ohne Armstrong kommt das Album aber nicht aus: In "As We Live" tritt er gemeinsam mit der ehemaligen The-Bodysnatchers-Frontfrau Rhoda Dakar auf. Ein höchst ansteckender Ska-Song, ebenso wie "In The Mirror" oder "Let 'Em Go", zu denen man hervorragend tanzen kann. Das entschuldigt die mitunter hölzernen Texte allemal.

Bewertung: 8/12

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