Zur mobilen Seite wechseln

Dune Rats - Real Rare Whale

Real Rare Whale

Yoga, Therapie, Sport: Alles schön und gut, um mit dem Zustand der Welt klarzukommen. Geht es aber nach Dune Rats, ist feiern, bis die Lichter ausgehen, die beste Strategie – darin macht ihnen niemand was vor.

Mit steigender Frequenz von Singalongs und Drogenreferenzen erarbeiteten sich die drei tätowierten Surfer schließlich zwei Top-Plätze in den Charts und einen berechtigten Status als Australiens Party-Punk-Institution. Ein laut der Band "etwas anspruchsvolleres Album" kommt da also durchaus überraschend. Was angesichts plumper Parolen wie "LTD" (steht für: "Living The Dream") oder "Pamela Aniston", eine Ode an ihre Promi-Jugendschwärme, aber glatt gelogen wirkt. Anderseits geht es im cleanen "Up" erstmals um erwachsenere Themen wie Steuern – oder wie es sich anfühlt, wenn man diese erstattet bekommt. Immerhin etwas mehr Variation als beim Blink-182-Aufguss des Vorgängers "Hurry Up And Wait" bietet das Trio aber: Das Teenie-Liebeslied "Melted Into Two" erinnert an den wehmütigen Surf-Garage ihrer Anfangstage und "Drink All Day" wandelt auf den Ska-Spuren, die Nofx um die Jahrtausendwende hinterlassen haben. Zeilen wie "If you wanna drink all day, you gotta start in the morning" und das Schrei-Chaos in "What A Memorable Night", das den alkoholinduzierten Filmriss glorifiziert, gefallen sicherlich auch Fat Mike. Alles Kalkül für das nächste Feier-Manifest oder authentischer Blödsinn? Sei's drum: Dune Rats liefern konsequent Sommerplatten zur Realitätsflucht.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 7.0/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.