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0 Autor: Stefan Reuter

Foals - Life Is Yours

Life Is Yours

Die beste britische Indierock-Band macht jetzt vorrangig in Pop. Daran ist per se nichts verwerflich, würde sie dadurch nicht ihre größte Stärke vernachlässigen.

Schon klar, den meisten von uns hat in den vergangenen zwei Jahren die Lockerheit gefehlt, und weil der Horror eher noch größer wird, will man ihn auch einfach mal vergessen können. Es hat zudem einen gewissen Witz, dass die zum Trio geschrumpften Foals nach dem Doppelalbum-Blockbuster "Everything Not Saved Will Be Lost" Part 1 und Part 2 nicht etwa auf Kurs in Richtung Weltall bleiben, sondern mit beiden Beinen fest auf der Tanzfläche stehen. Trotzdem fehlt "Life Is Yours", was die Vorgänger so gut gemacht hat: die Abwechslung. Wo früher ein "My Number" durch den Kontrast mit einem somnambulen "Late Night" nur noch besser wurde, schwofen "2001" und "Flutter" spannungsarm ineinander über. Auch in den Texten gibt es wenige doppelte Böden zu entdecken. So singt Yannis Philippakis im Titelsong: "Driverless cars all end up in the ocean/ Even when they think they know the way", und kommentiert damit nicht die Gefahren blinder Technikgläubigkeit, sondern appelliert sehr zeitgeistig, das Leben in die eigene Hand zu nehmen. Sei's drum, ein richtiger Reinfall ist das Album nicht, dafür ist "Wake Me Up" zu mächtig, Jack Bevan ein zu guter Schlagzeuger und "The Sound" genau die Art von Dance-Rock, den Foals seit jeher besonders treffsicher bedienen. Beim nächsten Mal dann bitte trotzdem weniger Brighton Rock, ok?

Bewertung: 6/12
Leserbewertung: 4.0/12

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