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0 Autor: Sebastian Berlich

Cypress Hill - Back In Black

Back In Black

Mit Back In Black erreichen Cypress Hill die AC/DC-Phase ihrer Karriere. Dafür sorgen keine Gitarren, sondern die Konzentration auf den Markenkern.

Sen Dog und B-Real haben ein unstetes Jahrzehnt hinter sich: Nach längerer Pause soll "Rise Up" die Rap-Crew 2010 als Crossover-Konglomerat neu erfinden, wird aber eher als netter Versuch verbucht. Anschließend schwärmen die beiden Rapper kurzzeitig in mäßig erfolgreiche Rock-Projekte aus, und selbst als sie sich 2018 wieder gemeinsam mit DJ Muggs auf ihre Markenzeichen besinnen, ist das Ergebnis zwar in Teilen aufregend paranoid, insgesamt aber fahrig. Auf "Back In Black" fehlen neben DJ Muggs nun auch frische Impulse, gewonnen haben Cypress Hill aber einen Blick fürs Wesentliche und zehn exzellente, ebenso zweckdienliche wie detailverliebte Beats ihres Weggefährten Black Milk. Im pflichtbewussten Opener "Takeover" verbreitet er G-Funk-Atmosphäre, "Hit 'Em" beschwört die seligen 80er mit LoFi-Sound, "The Ride" glänzt dank wabernder Gitarren, Dub-Schichten sowie Live-Percussion von Eric Bobo, und die Sample-Kunst von Certified lockt B-Real und Sen Dog sogar kurz aus ihrer Flow-Komfortzone. Im Grunde ist klar abgesteckt, was die beiden leisten müssen: knisternde Oden ans grüne Gold, aufgewühlte Einblicke in die Straßen von L.A., würdige Blicke zurück aufs eigene Leben. All diese Disziplinen meistern sie auf ihrem zehnten Album überraschungsarm, aber kurzweilig, ausgewogen und unterhaltsam-nostalgisch. Genug für eine Legende.

Bewertung: 8/12

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