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Silvershark - Burn To Boogie

Burn To Boogie

Diese Platte ist ein Witz, aber ein guter. Steve Burner von Traveling Jack und Richard Behrens von Heat erzählen ihn mit Hilfe von Kumpels aus Bands wie Elder, Kadavar oder Vug, klingen aber vor allem nach Kool & The Gang.

"Burn To Boogie" ist gelebter Eskapismus – und das doppelt. Zum einen ist es Burner und Behrens egal, ob sie Fans ihrer Hauptbands vor den Kopf stoßen, mit ihrem analog produzierten, funky schmatzenden Disco-Yacht-Rock-Pastiche. Zum anderen ist "Burn To Boogie" ein Album, zu dem man am liebsten die ganze Nacht tanzen würde. Weil das derzeit nicht geht, gibt es Silvershark. Es ist also ein weiteres Corona-Projekt, allerdings eines, das nicht versucht, den Sound einer bestehenden Band zu erweitern, wie es Kadavar zuletzt zweimal taten, sondern von Anfang an Wert darauf legt, als Spaßprojekt wahrgenommen zu werden. Und den Spaß kann man allen Beteiligten anhören. Es tut eben gut, sich aus seiner Komfortzone zu wagen, auch wenn man dann bei cheesy Drum-Sounds, Gaga-Lyrics und Licks landet, für die Nile Rodgers einen Autoren-Credit verdient hätte. "Let the cowbell ring", heißt es in "Hittin' Hard" und man wartet nur darauf, dass Christopher Walken durch die Studiotür kommt, dem Wahnsinn noch ein bisschen näher "We need more cowbell" fordert. "The Fool" bringt noch ein bisschen Giorgio Moroder in den Mix, während "Lovetrain" zu gleichen Teilen aus Soul- und Nighttrain besteht. Ein Ticket dafür zu lösen, lohnt sich – diesen Zug hält niemand auf.

Bewertung: 8/12

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