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1 Autor: Carsten Sandkämper

Som - The Shape Of Everything

The Shape Of Everything

Es gibt Platten, die von der ersten Sekunde an eine schillernde Aura haben, die nicht nur groß, sondern majestätisch klingen. Wenn die Band dahinter zudem versteht, sich nicht allzu wichtig zu nehmen, haben wir "The Shape Of Everything".

Nach ihrem 2018 erschienenenersten Album "The Fall" führt die Band um Constants-Mastermind Will Benoit ihre Mission konsequent fort. Es geht dem Quintett aus Veteranen von Junius, Caspian, Driftoff und Adai um fokussierte Songs, die sich im stoischen Mid-Tempo ins Gehirn schrauben. Wurden bislang Parallelen zu den Deftones gezogen, hat die Band im Lockdown ihre Referenzpalette erweitert. SOM klingen melodisch, übergroß, intensiv und in gewisser Weise sogar entrückt. Da sind veritable Hits wie "Animals", das mit seiner klaren Rhythmik und irgendwie schrägen Gesangslinie aus dem Album hervorsticht, nachdenkliche Meditationen wie das Albumfinale "Son Of Winter" und seltsame Mischwesen aus verträumtem Shoegaze im Stile von Nothing oder Alcest und Riffs aus der Quicksand-Masterclass. Es bedarf sehr wohl mehrerer Hördurchgänge, bis man sich in den riesigen Soundkulissen der Band zurechtfindet. Drei Gitarristen, die zu jeder Zeit irgendeine verhallte Melodie oder einen klirrenden Effekt ins Bild rücken, wollen dechiffriert werden. Dann wieder liegen geradeaus geschriebene Hits wie "Wrong" auf dem Weg, die einfach nur aufgehoben werden wollen. Der Simplizität dieser Stücke zu widerstehen ist unmöglich - und genau das ist die Schönheit dieser Platte.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 8.0/12

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Kommentare (1)

Avatar von brombeermassiv brombeermassiv 06.02.2022 | 20:43

Gut gefettet.

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