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Electric Eye - Horizons

Horizons

Die norwegischen Psych-Rocker machen sich erneut auf, die Horizonte der Kosmischen Musik auszuloten.

Dafür tauchen Electric Eye auf ihrem vierten Studioalbum (erschienen sind auch schon zwei Livealben) auf den Grund des Meeres. Zumindest ist das die Idee für den Sound des Albums. Der ist nicht derart konzeptionell wie das ulkige "The Mollusk" von Ween, aber Wasser spielt auf "Horizons" die Hauptrolle. Wortwörtlich etwa in "Our Water Is On Fire", in dem es zu Beginn regnet und anschließend schwere Synthesizer-Wellen und Echolot-artige Effekte gegen teils rückwärtslaufende Gitarren branden. Passenderweise haben Electric Eye die Songs für Horizons in ausgedehnten Jams in einem Leuchtturm auf der kleinen norwegischen Insel Utsira entstehen lassen. In den Kaffeepausen haben sie sich zur Inspiration maritime Dokumentationen von Werner Herzog und Jacques Cousteau angesehen. Einige Passagen daraus finden als Samples sogar Platz in den acht Songs. Besitzt man dieses Vorwissen nicht, kann man sich mit "Horizons" aber auch in die entgegengesetzte Richtung ins Weltall hinausblasen lassen. Die tanzbaren Motorik-Grooves und die wabernden, dröhnenden Synthesizer pendeln zwischen Krautrock-Erbe und Hawkwinds Space Rock. Außerdem – dadurch sind Electric Eye weit mehr als nur eine Rock-Band – klingt es immer wieder funky-perkussiv, manchmal fast jazzig. Was "Horizons" zudem auszeichnet, ist der fantastische auf- und abebbende Fluss, der die Stücke zusammenhält. Prädestiniert, um darin abzutauchen.

Bewertung: 8/12

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