Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Frederik Tebbe

Frank Turner - FTHC

FTHC

Zurück zum Hardcore: Frank Turner besinnt sich auf "FTHC" seiner Wurzeln und macht dem Akronym des Albumtitels zumindest punktuell alle Ehre.

Eine schöne Finte zum Beginn, aber was für eine! Mit "Non Serviam" eröffnet Turner sein neues Album und geht mit wütendem Hardcore aufs Ganze. Wer die Vergangenheit des britischen Vorzeige-Folkpunks und sein Nebenprojekt Möngöl Hörde kennt, weiß natürlich, woher der Wind weht, und warum Turner in dieser Disziplin eine so gute Figur macht, dass er sie im tollen "My Bad" gleich nochmal wiederholt. "FTHC" ist aber entgegen seinem Titel keine Hardcore-Platte, sondern eine Werkschau dessen, wofür Turner inzwischen steht. Nämlich für erwärmende Singer/Songwriter-Musik wie im rührenden "A Wave Across A Bay", das er seinem verstorbenen Freund widmet, dem Frightened-Rabbit-Sänger Scott Hutchison, oder in "Miranda", das die Transition seines Vaters zur Frau und die dadurch neu begonnene Beziehung der beiden thematisiert. Aber er steht auch für schwitzigen Alternative Rock und Folkpunk, was die starke Albumeröffnung nach "Non Serviam" mit "The Gathering", "Haven't Been Doing So Well" und dem an Biffy Clyro erinnernden "Untainted Love" beweist – oder später auch das zackige "Punches". "FTHC" hat Power und fasst zusammen, was sich Frank Turner über die Jahre erarbeitet und erhalten hat und wofür man ihn liebt: Er klingt auch nach 3.000 Konzerten und mehr als 15 Karrierejahren noch hungrig, smart und angriffslustig.

Bewertung: 9/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.