Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Martin Iordanidis

Trivium - In The Court Of The Dragon

In The Court Of The Dragon

Nach nur 18 Monaten legen Trivium nach – mit verwandt hoher Riffdichte und Schadensersatz für enttäuschte Iron-Maiden-Fans.

Ihre Rolle als Brückenbauer zwischen traditionellem Metal und technischem Innovationgeist verteidigen Trivium auch auf dem zehnten Album mit Bravour. "In The Court Of The Dragon" ist strukturell verdächtig ähnlich aufgebaut wie "What The Dead Men Say" (2020) und macht auch ganz ähnlich weiter – wenngleich komplexer in den Arrangements und räudiger im Sound. Matt Heafys Downstrokes holen in "Crisis Of Revelation" James Hetfields Rechte ein und unterstreichen Triviums Zirkelschluss zurück zu chirurgisch präzise gespieltem Speed und Thrash. Die Hochleistungssportler aus Orlando wissen sich inzwischen aber auch zur richtigen Zeit locker zu machen. In diesen Momenten rechtfertigen die melodisch opulenten Songs auch ihre teuer umrahmte Renaissance-Verpackung. Der Auftakt von "The Shadow Of The Abattior" verneigt sich vor Iron Maidens "Seventh Son"-Ära und zeigt Heafy in ungewohnt tiefen Gesangsregistern. In "Feast Of Fire" gelingt der Band ihr schwieriger Seiltanz zwischen Riff-Knallgas, technischem Anspruch und großen Hooks am besten – das Spätwerk von Anthrax lässt grüßen. Wer sich "Senjutsu" von Iron Maiden einfach nicht schönhören kann, wird am Ende des Songs ein weiteres Mal entschädigt. Wenn es darum geht, klassisch anmutende Arpeggios bei immensem Tempo und unisono durch den Quintenzirkel zu jagen, macht Trivium niemand etwas vor.

Bewertung: 8/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.