Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Matthias Möde

The World Is A Beautiful Place & I Am No Longer Afraid To Die - Illusory Walls

Illusory Walls

Die Band mit dem umständlichen Namen hat während der Pandemie ein neues, sich wunderbar windendes Emo-Album geschrieben und Computerspiele gezockt.

Zumindest Sänger und Gitarrist David Bello soll einige Stunden am Bildschirm verbracht haben, um das Actionrollenspiel "Dark Souls" zu spielen, in dem es neben düsteren Fantasy-Wesen auch Wände gibt, die nur vorgeben, welche zu sein. So ist sowohl der Albumtitel "Illusory Walls" von Dark Souls inspiriert als auch der Song "Invading The World Of The Guilty As A Spirit Of Vengeance", der bedrohlich und spielerisch zugleich klingt: Im Hintergrund schiebt eine Mathrock-Gitarre an, während sich Schlagzeug und Bass eher voran schleppen, und die Keyboards Schwere addieren. Diese Vielschichtigkeit ist typisch für das vierte Album von The World Is A Beautiful Place..., das vier Jahre nach "Always Foreign" erscheint. Die fünfköpfige Band hat ihren Sound ausgeschmückt, spielt weniger Post-Rock und mehr Emo – mit Keyboards, Streichern, Trompeten, Finten und Haken. So folgt auf das nicht weit von den Weakerthans entfernte "Blank // Worker" das hymnische und mit Math-Metal-Gitarren gespickte "Trouble". Während der rund 74 Minuten, die inhaltlich von politischen Themen und persönlichen Ängsten handeln, hat man nicht mal in den beiden letzten, epischen Songs das Gefühl, sich zu verlieren: im knapp 16-minütigen "Infinite Josh" und im fast 20-minütigen, sich langsam steigernden und funkelnden Emo-Manifest "Fewer Afraid".

Bewertung: 9/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.