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0 Autor: Florian Höhr

The Blue Stones - Hidden Gems

Hidden Gems

Mit ihrem zweiten Album wollen The Blue Stones die ausgetretenen Pfade ihrer musikalischen Vorbilder verlassen und übertragen ihren Bluesrock ins Breitwandformat.

Dass sich die Erfolgsformel vergleichbarer Rock-Duos wie The Black Keys und Royal Blood nicht endlos wiederholen lässt, dürfte auch den beiden Kanadiern bewusst sein. Schon auf ihrem ersten Album "Black Holes" ließen Sänger und Gitarrist Tarek Jafar und Schlagzeuger Justin Tessier vor allem dann aufhorchen, wenn sie ihren geradlinigen Alternative-Bluesrock um eigene Akzente bereicherten, etwa mit Post-Rock- und Psychedelic-Anleihen. Der Nachfolger "Hidden Gems" steht nun für eine Hinwendung zu Pop- und R&B-Klängen, die sich mit Jafars Kompositionen besser vertragen, als man annehmen würde. Besonders gelungen ist das in "Grim", das schleppende HipHop-Beats auf fuzzige Gitarrenriffs treffen lässt und sich schließlich zu einem explosiven Finale hochschaukelt. Einen Hang zur großen Geste kann man den Kanadiern schwer absprechen. Peinlich wird es dennoch nie – auch dank der detailverliebten und kraftvollen Produktion. Etwas mehr stilistische Stringenz hätte der Platte allerdings gutgetan, denn bei all dem Eklektizismus, den das Duo an den Tag legt, hat sich leider auch das ein oder andere Stück aus dem Standard-Bluesrock-Baukasten hineingeschlichen. Bei "Hidden Gems" dürfte es sich also um ein klassisches Übergangsalbum handeln – ein kurzes Innehalten auf dem Weg zu den Stadionbühnen.

Bewertung: 7/12

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