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0 Autor: Markus Hockenbrink

Matt Sweeney - Superwolves (mit Bonnie "Prince" Billy)

Superwolves (mit Bonnie "Prince" Billy)

16 Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Album kehren die Superwölfe zurück. Die Pfoten treten zwar leiser, dafür sind die Zähne länger.

Seine Songs, hat Will Oldham mal gesagt, seien im Prinzip wie raffinierte Mahlzeiten, bei denen man allerdings nicht nur das Essen auf dem Teller sieht, sondern auch den ganzen Weg bis dorthin, Schlachthof inklusive. Eine passende Beschreibung für die Musik, die der Waldkauz nun schon seit Menschengedenken spielt und für die er auf seiner neuen LP wieder die Dienste seines Kumpels Matt Sweeney in Anspruch nimmt. Sweeney gilt als Gitarrenheld, Billy Corgan-Überlebender und Freund zwielichtiger Geschichten. Zusammen sehen die beiden Musiker dann auch aus wie die Hauptdarsteller in einem Western, in dem am Schluss alle tot sind. Auf "Superwolves" geht es trotz bedrohlicher Songtitel wie "Hall Of Death" oder "God Is Waiting" aber auch ziemlich lebensbejahend zu, fällt die Bilanz aus Schuld und Sühne wider Erwarten positiv aus. "Resist The Urge" ist ein augenzwinkernder Nachruf auf sich selbst, "My Blue Suit" ein süßes Liebeslied für die zweite Lebenshälfte, und "Shorty's Ark" ein Bibel-Outtake aus der Sesamstraße. Mit am schönsten ist "Good To My Girls", in dem Zorn und Zärtlichkeit originell gepaart werden: Wer immer gut auf seine Mädchen Acht gibt, darf sich ansonsten wie ein Arschloch aufführen. "Superwolves" ist nicht so gitarrenlastig wie sein Vorläufer von damals, aber trotzdem so robust wie Rotkäppchens Großmutter.

Bewertung: 8/12

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