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0 Autor: Nina Töllner

Flock Of Dimes - Head Of Roses

Head Of Roses

Zerbricht die Liebe, gibt es selten Gewinner: Jenn Wasner von Wye Oak verpackt diese Erkenntnis in abwechslungsreiche, aber höhepunktarme Songs.

"How can I explain myself?/ I have two heads inside my mouth", stellt Wasner zum Einstieg von "Head Of Roses" in mehrstimmigem Klagegesang fest. Der von wabernden und wirbelnden Synthies getragene Opener "2 Heads" bereitet den Boden für das, was Wasner auf ihrem mit Mitstreiter:innen wie Nick Sanborn (Sylvan Esso) und Meg Duffy (Hand Habits) entstandenen zweiten Soloalbum umtreibt: die Aufarbeitung von frischem Liebeskummer unter Berücksichtigung des Schmerzes, den man selber bei der anderen Partei verursacht. Ein emphatischer Ansatz, dem aber auch etwas Lähmendes innewohnt – siehe Wasners Songs. Eigentlich ist "Head Of Roses" ein vielseitiges, detailverliebtes Werk, zusammengehalten von der melancholischen Grundstimmung und Wasners schwermütigem Gesang. "Price Of Blue" kommt als fuzzig-noisige Country-Ballade daher, "Two" verbreitet dezentes Afropop-Flair und auf die Electropop-Elegie "One More Hour" und die elektroakustische Entrücktheit von "No Question" folgt mit "Awake For The Sunrise" gemütliche Americana. Doch trotz der Bandbreite an Produktion und Arrangements mangelt es Wasners Stücken an Spannung. Viele Melodien treten auf der Stelle, zurück bleibt ein vages Gefühl. "I can't tell you what I don't know", bekennt Wasner in der abschließenden Titelballade. Große Erkenntnisse sind eben allzu oft Wunschdenken.

Bewertung: 7/12

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