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0 Autor: André Bosse

Smith & Burrows - Only Smith & Burrows Is Good Enough

Only Smith & Burrows Is Good Enough

Sudelei im Mainstreampop: Der Editors-Sänger und sein Buddy machen einen Spaß.

Obwohl man weiß, dass beim ersten Song "All The Best Moves" die Stimme von Tom Smith erklingen wird, schaut man sicherheitshalber noch mal nach: Ist er's wirklich? Der Song hat Schwung, ist federleicht, tut niemandem weh, erhebt sich nicht - und ist daher das Gegenteil von so ziemlich jedem Editors-Song. In seiner Hauptband steckt Smith in der Falle: Ein Zurück in die Leichtigkeit kann es nicht mehr geben, ein Ausweg wäre die Kindergeburtstagsbanalität von Coldplay, aber wer will das schon. Sein Duoprojekt mit Andy Burrows (Ex-Schlagzeuger bei Razorlight, Gelegenheitsschauspieler, sehr guter Typ) verschafft Smith eine Menge Freiheiten: Hier ist alles erlaubt. Ihr Debüt vor zehn Jahren war eine weihnachtliche Platte, auf dem Cover saßen sie als traurige Engel auf einer Parkbank. Mit "Only Smith & Burrows Is Good Enough" überdrehen die beiden nun noch mehr. Der Ansatz: Was, wenn diese beiden Indie-Typen aus England nach Nashville gehen und eine Platte aufnehmen, die sich an den Pop-Sound der 70er anlehnt? Man darf und soll an Elton John und die Bee Gees (vor Disco) denken, wobei sich Smith und Burrows den Gimmick erlauben, diesen Pop bei Songs wie "Straight Up Like A Mohican" in die Jetztzeit zu drehen. Das führt dazu, dass das Stück wie eine launige B-Seite von Robbie Williams klingt. Schon ein Spaß, aber nicht nachhaltiger als ein Nimm-Zwei-Bonbon.

Bewertung: 6/12

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