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0 Autor: Juliane Kehr

EUT - Party Time

Party Time

Eut (gesprochen „Üt“) zeigen mit "Party Time": Pop ist, was man daraus macht.

Die Niederländer sind eine dieser Bands, die in den vergangenen Jahren auf diversen Nachwuchs-Bühnen beeindruckten. Es ist der gewitzte, intelligente Umgang mit großem, glitzerndem Pop, der schon den Opener "Had Too Much" zu einem unwiderstehlichen funky Ohrwurm macht. No Doubt fallen einem da ein, Garbage oder die Cardigans . Inhaltlich geht es um Liebe, Sex, Einsamkeit und all die Missverständnisse dazwischen. "I like the idea of you and I don't mean your body", singt Frontfrau Megan de Klerk und stellt mit nur einem Atemzug klar, dass alle die auf oberflächliches Gesäusel à la "I'm in love with your body" stehen, jetzt gern diese Platte aus und das Formatradio wieder anschalten können. Noch deutlicher merkt man diesen klugen Blick auf intime Themen in Stuck, das sich betörend mit leicht orientalischem Einschlag voran schlängelt, während de Klerk begleitet von trunken leiernden Gitarren im Hintergrund fleht "teach me how to fuck…", die Zweideutigkeit einen kurzen Augenblick schweben lässt und dann ergänzt "…fuck up with my mind, leave it all behind". Es folgt ein instrumentales Zwischenspiel mit Free-Jazz-Esprit, das noch bis ins im Sechs-Achtel-Takt pulsierende "When I Dive" hineinstrahlt. Spätestens mit "It's Love (But It's Not Mine)" und seiner unbeschwerten Stimmung sollte der Funke dann auch auf die bis hierhin Unentschlossenen überspringen.

Bewertung: 9/12

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