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0 Autor: Jonathan Schütz

Bring Me The Horizon - Post Human: Survival Horror

Post Human: Survival Horror

Die drei seit dem Erscheinen des poppigen "Amo" veröffentlichten Singles haben es angedeutet: Bring Me The Horizon machen wieder Metalcore.

Zumindest phasenweise. Als klassische Genre-Auswüchse können weder der Gaming-Soundtrack "Ludens" noch die dystopische Quarantäne-Hymne "Parasite Eve" bezeichnet werden, auch wenn beide Songs wieder deutlich mehr auf Gitarren und einen schreienden Oliver Sykes setzen. Die dritte Single "Obey" schon eher, was aber vor allem an ihrem hohen Tempo liegt. Bis auf den obligatorischen Breakdown geht der Song als lupenreiner Alternative Rock durch. Den beherrschen Bring Me The Horizon auf diesem Minialbum aus dem Effeff, was "Teardrops" und "1x1" verdeutlichen, die an die frühen Linkin Park erinnern. Einen derart rasenden Song wie den Opener "Dear Diary" hat das Quintett dagegen seit seinem 2013er Metalcore-Manifest "Sempiternal" nicht mehr geschrieben. Gitarrist Lee Malia holt sogar zu einem Thrash-Metal-Solo aus, während Sykes seinen Gemütszustand während der Corona-Pandemie aufs Papier bringt: "The sky is falling/ It’s getting boring/I’m going braindead/Isolated". In "Kingslayer" darf als einer von insgesamt vier Gästen auf dem Album wiederum die japanische Kawaii-Metal-Band Babymetal auftreten. Während die Genre-Polizei schon bei der Kombination beider Bandnamen in Alarmbereitschaft versetzt wird, ist der Song in seiner Ausführung vor allem konsequent. Das gilt im Gegensatz zu den bislang letzten zwei Alben auch für "Post Human: Survival Horror".

Bewertung: 8/12

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