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0 Autor: Vivien Stellmach

Tigers Jaw - I Won't Care How You Remember Me

I Won't Care How You Remember Me

Für ihr sechstes Studioalbum sind Tigers Jaw so nah wie möglich zusammengerückt. Das Ergebnis ist rauer Indierock, der sich wieder stärker an ihren Anfängen orientiert.

In den vergangenen Jahren hatte die vierköpfige Band aus Scranton, Pennsylvania ihren kantigen Sound ganz schön glattgeschliffen. 2017 veröffentlichten Tigers Jaw mit Spin ein fast schon blumiges Power-Pop-Album, das mit Escape Plan zwar einen ihrer besten Songs enthielt, aber den kratzigen Charme vermissen ließ, der das Debüt "Belongs To The Dead" (2006) und das nach der Band benannte zweite Album (2008) so besonders machte. Für "I Won't Care How You Remember Me" haben sich Tigers Jaw entschieden, erstmals alle Mitglieder ins Songwriting einzubeziehen und sich wieder an ihren Wurzeln zu orientieren. Der Wechsel zum neuen Label Hopeless gab ihnen genug musikalische Freiheit, doch auch thematisch hat sich die Band nicht einschränken lassen. "I Won't Care How You Remember Me" ist ihr bislang persönlichstes Album geworden, die Songs handeln von Persönlichkeitsentwicklung, Selbstreflexion und der Einsicht, dass man nicht alles im Leben kontrollieren kann. Der eröffnende Titelsong mit Andy Hull von Manchester Orchestra klingt sehr melodramatisch, mit dem Synthie-Stück "Cat's Cradle" wird die Stimmung aber gleich besser. Die spannungsgeladenen "Can't Wait Forever" und "Body Language" sorgen zusammen mit dem fuzzigen "Lemon Mouth" und dem sehnsüchtigen "Commit" zudem für Abwechslung.

Bewertung: 7/12

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