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0 Autor: Juliane Kehr

Blackfield - For The Music

For The Music

Willkommen in Aviv Geffens musikalischem Dreampop-Land, dort, wo Synthie-Flächen und Geigen fließen und Steven Wilson sich und seinen Prog-Einfluss äußerst rar macht.

Bevor jetzt schlimme Trennungsgerüchte über das Art-Rock-Duo aufkommen: Dass Geffen die kreative Leitung des sechsten Albums übernimmt, haben Wilson und er einvernehmlich beschlossen. Wilson steuert zwar dreimal Gesang und zweimal Rhythmusgitarre bei, ansonsten darf Coldplay-Produzent Rik Simpson in mehreren Songs an Gitarre und Keyboard unterstützen und die Single "Under My Skin" abmischen. Es ist schon unverhohlen theatralischer Bombast mit nur noch wenig Prog-Anteil, den Geffen in Songs wie dem Titelstück, dem gediegenen "White Nights" oder dem melancholischen "It's So Hard" auffährt. Aber das kann man ihm nicht nur mit Blick auf sein künstlerisches Wirken als in Israel sehr bekannter Popstar kaum vorwerfen. Schleichend und fast hinterlistig wohlig nisten sich Songs wie "Over And Over" im Kopf ein, ohne dass man sich wie bei herkömmlicher Radioware gleich die Ohren abreißen möchte. Beim überdrehten "Summer’s Gone" sieht das schon anders aus, Songs wie dieser bleiben zum Glück aber die Ausnahme. "For The Music" ist also streckenweise guter Pop und nichts, worauf einen der Vorgänger "V" nicht vorbereitet hätte. "Will I ever land and walk upon the ground again?", fragt Geffen in "Falling" und es scheint, als würde er noch eine Weile so weiter schweben zwischen Synthies, Geigen und Liedern über die Liebe.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.0/12

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