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0 Autor: Gerrit Köppl

The Fall Of Troy - Mukiltearth

Mukiltearth
  • VÖ: 08.08.2020
  • Label: Big Scary Monsters/Import
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 330

Die Post-Hardcore-Frickler kombinieren ihr ältestes Material mit ihrem jüngsten. Das hat einen interessanten Effekt, nämlich fast keinen.

Das relativ kurz vor seiner digitalen Veröffentlichung angekündigte "Mukiltearth" - eine Wortneuschöpfung, die aus The Fall Of Troys Heimatort Mukilteo hervorgeht – besteht in der ersten Hälfte aus Neuaufnahmen der ersten Songs, die das Trio 2001 noch unter dem Namen The 30 Years War geschrieben hat. Sie sind schnell, vertrackt, lebendig und verspielt und von einer positiven Grundstimmung geprägt. Songs wie das tänzelnde "Mirrors Are More Fun Than Television" erinnern mit Thomas Eraks hohem Gesang gar an Coheed And Cambria. Alles zeigt in Richtung ihrer 2005 erschienenen besten Platte "Doppelganger". Die neuen Songs, entstanden kurz nach dem Album-Comeback "OK" von 2016 und vermutlich stark beeinflusst von der turbulenten Bandgeschichte voller Streits, der Auflösung und Wiedervereinigung, klingen düsterer, härter und emotionaler. Wie sie nicht klingen: nach Weiterentwicklung. Technisch fit waren The Fall Of Troy schon als Jugendliche, bessere Songwriter sind sie aber kaum geworden, obwohl das Niveau von Anfang an überdurchschnittlich hoch war. Einerseits ist ein in sich stimmiges und total nach The Fall Of Troy klingendes Album entstanden, aber für eine Math-lastige Band mit progressivem Anspruch fällt "Mukiltearth" bis auf das packende "Borborygi" eher unaufregend aus. Physisch erscheint die Platte am 23. Oktober.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 10.0/12

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