Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Jonathan Schütz

Nothing But Thieves - Moral Panic

Moral Panic

Nothing But Thieves verpacken auch auf ihrem dritten Album Moral Panic große Gefühle in stadiontaugliche Songs.

Etwas anderes bleibt dem britischen Quintett auch gar nicht übrig, denn mit Conor Mason hat die Band einen der talentiertesten Sänger seiner Generation in ihren Reihen. Mason schafft es nicht nur, Balladen wie das gelungene "Real Love Song" und das zu kitschige "Impossible" mit seinem Falsett-Gesang zu veredeln, sondern klingt teilweise auch richtig angepisst auf "Moral Panic". Im sozialkritischen "Can You Afford To Be An Individual?" sogar so sehr, dass man ihn mit La Dispute-Frontmann Jordan Dreyer verwechseln könnte. Neben Mason ist die zweite große Stärke der Band ihre Experimentierfreudigkeit. Die führt zu Songs wie "Phobia", das Billie Eilish mit den Queens Of The Stone Age kreuzt, aber eben auch zu Belanglosem wie "There Was Sun". Daneben finden sich mit "This Feels Like The End" oder dem Opener "Unperson" auch Alternative-Rock-Hits. Deutlich groovender präsentieren sich der Titelsong und "Is Everybody Going Crazy?", das in der Bridge Royal Blood nacheifert, insgesamt aber zu zahm ausfällt, um zu den Highlights auf "Moral Panic" zu zählen. Im Vergleich zu Kollegen wie You Me At Six machen Nothing But Thieves keinen Hehl aus ihrer Pop-Affinität, vielmehr scheint die Band aus der Küstenstadt Southend-on-Sea ohne feste Genre-Grenzen am besten zu gedeihen. Dass nicht jeder der elf Songs auf "Moral Panic" zu gefallen weiß – geschenkt.

Bewertung: 7/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.