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Zombi - 2020

2020

Das Pseudo-Soundtrack-Duo Zombi bleibt sich treu - ist diesmal jedoch überraschend heavy.

Selbst, wenn Schlagzeuger A.E. Paterra es nicht gerne hört, aber man kann auch "2020" als Quasi-Soundtrack verbuchen. Überhaupt ist bei instrumentalem (Post-)Rock gerne die Rede vom Kopfkino, das die Musik auslöst. Das trifft auch auf 2020 zu, das siebte Album von Zombi kann aber auch einfach als Synthie-Prog-Platte mit Heavy-Einschlag wahrgenommen werden. So oder so: Es ist unverkennbar Zombi. "Für mich ist das eine enorme Leistung in diesem von Bands überfluteten Genre", stellt Paterra zu Recht fest. "Wir bemühen uns darum, uns nicht zu wiederholen, und das ist definitiv ein Grund, warum es diese Lücke nach 'Shape Shift' gab." Fünf Jahre hat es nämlich gedauert, bis 2020 fertig war. Herausgekommen sind neun meist vierminütige Stücke mit vertrackten Zählzeiten und mal zügigem, mal verschlepptem Tempo. Wo Steve Moores Synthesizer wie üblich die Flächen bilden, jazzt, jammt und swingt Paterra ein Rhythmusgerüst darunter, das die Platte immer wieder vor der Belanglosigkeit bewahrt. Denn: Mögen die Synthesizer zwar trockeneisige Stimmung verbreiten, so setzt das Schlagzeug ihnen notwendiges Tauwetter entgegen. Gelungen ist vor allem der Auftakt aus dem vorab veröffentlichten "Breakthrough & Conquer" und "Earthscraper", bei denen Gitarren-Wizard Phil Manley 80s-Actionkracher-Akzente setzt, die Zombi so ein wenig in seine eigene Band, die Post-Rocker Trans Am, verwandeln.

Bewertung: 8/12

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