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Oathbreaker - Ease Me & 4 Interpretations

Ease Me & 4 Interpretations

In ihrer Bandpause veröffentlichten Oathbreaker 2019 einen auf alten Sessions aufbauenden neuen Song. Der kommt nun mit Remixen als EP zu Ehren.

Mit ihrem dritten Album "Rheia" hatten die Belgier 2016 reine Metal- und (Post-)Hardcore-Attacken deutlich hinter sich gelassen und stattdessen stärker das Spannungsverhältnis zwischen wüstem Black Metal und intimer Verletzlichkeit ausgelotet. Das ursprünglich vor rund einem Jahr auf der Metal Swim 2-Compilation des US-Kabelsenders Adult Swim erschienene "Ease Me" ging dann noch einen Schritt weiter: Elektronisch bearbeitete Stimm-Fragmente aus dem "Rheia"-Opener "10:56" bilden im Intro eine hypnotische Melodie, vom Black Metal bleibt danach nur ein wenig Schlagzeug- und Gitarrensturm, der sich aber bald in einem verwaschenen Post-Hardcore bis Indie-Sound auflöst, in dessen Zentrum Frontfrau Caro Tanghe mit Feingefühl melodisch singt. Für die EP haben sich vier Kolleg*innen der Band den Song nochmal vorgenommen: Jesu und Michael A. Muller verwandeln ihn in dronige Ambient-Collagen, Wife fügen noch eine Ahnung an EBM hinzu. Chelsea Wolfe bleibt am nächsten am Original, setzt aber Hall, Keyboards und schwer vibrierende Bass-Drones als Kontrapunkt zum gefühlvollen Gesang ein. Wer danach angefixt ist, kann "Ease Me" auch selbst remixen: Im Rahmen des Corona-Projekts "Isolate/Create", an dem auch Converge, La Dispute, Mike Vennart und viele mehr beteiligt sind, haben Oathbreaker die Rohmaterialien des Songs online zur Verfügung gestellt.

Bewertung: 8/12

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