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0 Autor: Sebastian Berlich

Forming The Void - Reverie

Reverie

Forming The Void wollen ihren genüsslich ausschweifenden Stoner Metal auf "Reverie" effizienter gestalten. Warum eigentlich?

Nichts gegen geradlinige Hits, wohl aber gegen Bands, die sich einer Sache nur halb verschreiben. Das Quartett aus Louisiana hat auf seinem vierten Album hörbar aufgeräumt: Weniger Verzierungen, dafür mehr Fokus auf dicke Riffs und noch mehr auf epochemachende Refrains. Die bietet Frontmann James Marshall zwischen Chris Cornell und Mike Patton dar, ohne die Intensität des einen oder die Manie des anderen zu erreichen. Auch die brachialen Passagen sind zumeist generisch, weswegen der nach vorne preschende Refrain im eigentlich schwungvollen Opener "Sage" die Euphorie nicht steigert, sondern erstickt. Dem Songwriting mangelt es an Fingerspitzengefühl, vor allem fehlt aber eine Vision, wohin es denn nun stilistisch gehen soll, zumal der Sound im dröhnenden Space Rock vorheriger Alben hängen geblieben ist. Das ist eine zweischneidige Sache, denn wo ohnehin mäßig inspirierte Songs wie "Electric Hive" in diesen üppigen Hallräumen noch dünner wirken, glänzen die sorgsam geschichtete Single "Trace The Omen" ebenso wie das malmende "Manifest" mit alten Tugenden. Zwar verhindern diese Perlen nicht, dass "Reverie" am Ende weder als Fortsetzung noch Neubeginn taugt, liefern aber immerhin einen Grund dranzubleiben. Forming The Void sollten das Album hingegen vor allem als Black Box betrachten, die es vor dem nächsten Studiobesuch auszuwerten gilt.

Bewertung: 6/12

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