Zur mobilen Seite wechseln

Lucifer - Lucifer III

Lucifer III

Johanna Sadonis zelebriert mit ihrer Band Lucifer auf "III" erneut den Heavy Rock der 70er mit doomigem Anstrich.

Trotz weltumspannender Touren, einem Umzug nach Schweden, einer Hochzeit, einiger Band-Umbesetzungen und – im Fall von Nicke Andersson – musikalischer Nebentätigkeiten haben Lucifer einen Run. Nach dem Debüt und der weniger Doom-beeinflussten Fortsetzung "II" liegt nun das dritte Album seit 2015 vor. Wie beim Vorgänger gibt es neun Songs, die bis auf den Rausschmeißer "Cemetery Eyes" diesmal unterhalb der Fünf-Minuten-Grenze bleiben. Keine schlechte Strategie, um Längen vorzubeugen. Erneut hat Andersson das Album in seinem eigenen Studio aufgenommen und ihm einen großen, erhabenen Klang verliehen – dem Sound der Früh-70er Blue Öyster Cult nicht unähnlich. "III" hält keine Überraschungen parat. Es ist, was es ist: Das Liebhaber- und Liebesprojekt des Mastermind-Duos und seiner drei Mitstreiter. Wobei letztere eigentlich nur auf der Bühne eine Rolle spielen. "Ghosts" eröffnet vollmundig, theatralisch von Sadonis intoniert. Etwas düsterer wird es in "Midnight Phantom", inklusive Kirchturmglockenschlag und pointiert sehnsüchtigen Vampirella-Backings, gefolgt vom "Leather Demon". "A demon clad in leather/ A rocker, ritualized/ Beware to call his name/ He won’t be exorcized", Sadonis bedient, verstärkt von ihrer Band, alle notwendigen Klischees, um auch "III" zu einem klassischen, wasserdichten Genre-Werk zu machen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Bewertung: 7/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.