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0 Autor: Gerrit Köppl

Azusa - Loop Of Yesterdays

Loop Of Yesterdays

Azusa machen es sich in ihrer Nische gemütlich: "Loop Of Yesterdays" liefert nicht mehr, aber auch nicht weniger traumhaft schönen Mathcore als das Debüt von 2018.

Mit diesem vermeintlichen Widerspruch namens "Heavy Yoke" spielte sich die Band aus Sängerin Eleni Zafiriadou vom Indiepop-Duo Sea + Air, Ex-Dillinger Escape Plan-Bassist Liam Wilson und zwei ehemaligen Mitgliedern der Prog-Death-Metaller Extol damals auf den ersten Platz des Soundchecks in VISIONS 309. Bis dahin kannte man nur Zafiriadous zarte Stimme, doch sie kann auch markerschütternd kreischen zu den vertrackten, anspruchsvollen Metal-Instrumentals ihrer Bandkollegen. Dieser Kontrast bleibt das bestimmende Element auf "Loop Of Yesterdays": Das Album beginnt mit der gleichen unmittelbaren Intensität wie sein Vorgänger und endet genauso abrupt. Doch dazwischen kommen elegische, schwebende, melodische Parts – und gehen wieder ganz plötzlich. Sie verweilen dafür etwas länger als auf "Heavy Yoke". Besonders tun sich dabei das Meshuggah-artige "Detach" hervor, das im Mittelteil auf erhabene Chöre setzt, der Moshpits eröffnende Hardcore-Song "Monument" und der Opener "Memories Of An Old Emotion", der manisch zwischen Thrash-Gebolze und Dreampop hin und her springt. Wie das betörend schöne "Seven Demons Mary" beweist der Song, dass Dreampop auch mit Doublebass-Unterbau funktionieren kann. Das bleibt dann zwar doch sehr speziell, aber eben – sehr gut für Azusa – weiterhin konkurrenzlos.

Bewertung: 8/12

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