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0 Autor: Gerrit Köppl

Dirty Projectors - Sing The Melody

Sing The Melody

David Longstreth und seine Band zeigen sich bei diesen Session-Aufnahmen der Domino Documents-Reihe in Topform.

Richtig würdigen kann das auf Platte aber nur, wer Dirty Projectors in dieser Konstellation schon live erlebt hat. "Dirty Projectors" (2017) nahm Mastermind Longstreth quasi im Alleingang auf, den Nachfolger "Lamp Lit Prose" (2018) schrieben seine langjährigen Mitmusiker Nat Baldwin (Bass) und Mike Johnson (Schlagzeug) wieder mit. Live funktioniert der verkopfte und vertrackte, dennoch wunderschön harmonische Experimental-Indie der Dirty Projectors nur mit den drei Multiinstrumentalistinnen Maia Friedman, Felicia Douglass und Kristin Slipp, die neben ihrem Hauptinstrument (jeweils Gitarre, Keyboards und Synthies) alle Percussion und Gesang beisteuern. Erlebt man diese neue Bandbesetzung auf der Bühne, fällt einem die Kinnlade herunter, wenn man sieht, wie viel Koordination in allem steckt. Entsprechend perfekt klingt die Band auf "Sing The Melody" – fast so, als hätte sie "Lamp Lit Prose" damals gemeinsam im Studio eingespielt. Die Session besteht vornehmlich aus Songs des aktuellen Albums, die live etwas organischer als auf der von Longstreth damals durchproduzierten Platte klingen, aber nicht bemerkenswert davon abweichen. Schöner Bonus sind dafür die Aufnahme des Rare-Tracks "Knotty Pine", den Longstreth vor einem Jahrzehnt mit David Byrne geschrieben hat, und das Full-Band-Arrangement von "Cool Your Heart", das von Longstreths 2017er Alleingang-Album stammt.

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