Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Christian Wiensgol

The Districts - You Know I'm Not Going Anywhere

You Know I'm Not Going Anywhere

Mit dem dritten Album hatten The Districts sich und ihre Version von Indierock gefunden. Auf "You Know I’m Not Going Anywhere" spielen sie sich nun frei.

Das klingt in dem Genre fast zwangsläufig nach Artverwandten und Vorbildern aus den 2000ern – auf ihrem bisher letzten Album "Popular Manipulations" etwa so, als würden Interpol und The National auf zerrissene Jeans und Lederjacke setzen. Eine Mischung, die 2017 hervorragend aufging. Um sich nicht zu wiederholen, nahm das Quartett aus Pennsylvania die neuen Songs an unterschiedlichen Orten auf, von der eigenen Wohnung bis zur eingeschneiten Holzhütte. Diese unterschiedlichen Perspektiven merkt man den elf neuen Stücken deutlich an. Kein Song von "You Know I’m Not Going Anywhere" ähnelt dem anderen und keiner lässt sich nur auf einen Einfluss runterbrechen. Am weitesten draußen beziehungsweise am nächsten an der Tanzfläche ist "Cheap Regrets". Was mit einem geschmeidigen Bassgroove nach bester Tame-Impala-Manier beginnt, steigert sich mit dem Einsatz von Rob Grotes teils gesprochenem Gesang zu einem fiebrigen LCD-Soundsystem-Stück. Traditioneller, aber nicht weniger spannend ist die Vorabsingle "Hey Joe", die die Niedlichkeit der Shins mit der Coolness der Foals paart. So geht es munter weiter. "Velour And Velcro" weckt mit großer Geste Erinnerungen an das zweite Editors-Album und mit "Sidecar" werden The Districts gegen Ende so hibbelig als wäre dies ein Debüt von 2006. Schöner Indie-Rundumschlag.

Bewertung: 9/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.