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The Flaming Lips - The Soft Bulletin: Live At Red Rocks

The Soft Bulletin: Live At Red Rocks
  • VÖ: 29.11.2019
  • Label: Pias/Bella Union/Rough Trade
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 321

Das "Pet Sounds" des Indierock wird 20 und die Flaming Lips veröffentlichen zu diesem Anlass mit ihrem ersten Live-Album die definitive Version von "The Soft Bulletin".

Band plus Orchester und Chor: Metal-Bands in der kreativen Krise versuchen sich gerne am Schulterschluss mit der E-Musik - und scheitern. In den Händen der Flaming Lips wird daraus Gold. Die Voraussetzungen dafür sind aber auch ideal: "The Soft Bulletin" ist fraglos ihr bestes Album. Das sah ihr damaliges Label Warner 1999 aus unerfindlichen Gründen anders und ließ deshalb die Platte durch einige Remixe aufpeppen und in unterschiedlichen Versionen dies- und jenseits des Atlantiks veröffentlichen. Diesen Irrtum korrigiert die Band nun. Aufgenommen im Mai 2016 im Red Rocks Amphitheater in Colorado und reduziert auf die ursprünglich zwölf Songs ("Slow Motion" fehlt) spielen sie sich in einen Rausch. Orchester und Chor verleihen dem eh schon opulenten Sound des Albums etwas Staatstragendes, das gut zur weltumarmenden Menschlichkeit der Band passt. Frontmann Wayne Coyne, dessen Stimme die vergangenen 20 Jahre auf positive Weise anzumerken sind, nimmt sich zwischen den Stücken merklich zurück, lässt die Songs glänzen. Die sind neu arrangiert und bieten vor allem dem Chor Gelegenheit für Gänsehautmomente, etwa in "Race For The Prize", wo er den Refrain auf ein neues Level hebt. "The Gash" wiederum wird in den mehr als 200 beteiligten Händen zu dem überlebensgroßen Hit, den die ursprüngliche Version nur andeutet.

Bewertung: 11/12

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