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0 Autor: Kerstin Kratochwill

Wolves Like Us - Brittle Bones

Brittle Bones

Nach fünf Jahren heulen die vier Norweger mal wieder: Auf Brittle Bones klingen Wolves Like Us allerdings wie angeschlagene und antriebslose Wölfe im Wald.

"Brittle Bones", also brüchige Knochen, lautet der Titel des dritten Albums der Band. Es entstand in einer Zeit, als alle Bandmitglieder Familien gründeten und sich Sänger Lars Kristensen von einer schweren Krankheit erholte. So befassen sich die Musiker in den neuen Stücken mit den positiven und negativen Dingen, die ihnen inzwischen wiederfahren sind – dem Leben eben. In Songs wie "Stay Cold", einer Mischung aus Emo-Klängen und Post-Hardcore, geht es etwa darum, den letzten Funken Hoffnung in sich selbst zu finden und weiter nach Auswegen aus einer Krise zu suchen. Der lyrische rote Faden ist zudem das Thema Ehrlichkeit. Das Klischee von Authentizität wird hier mit aller Ernsthaftigkeit durchgezogen und ermüdet den Hörer doch ziemlich. Solche an sich gut gemeinten Aussagen werden mit zwar gut gemachter, aber eben nicht sonderlich aufrüttelnder Musik unterfüttert. "Brittle Bones" ist solider Alternative Rock, der ein bisschen mit Heavy Metal und Post-Hardcore flirtet, im Grunde aber ziemlich zahm bleibt. Der frühere Ansatz der Band, den Sound von Quicksand mit dem der Afghan Whigs in einem punkigen Hardcore-Sound zu verschmelzen, ist hier nur noch zu erahnen. Zwar peitscht in jedem Song das Schlagzeug pflichtschuldig voran, die Gitarren sind mit maximaler Power ausgestattet und der Gesang ist warm und kraftvoll zugleich, dennoch klingt ein Song mehr oder weniger wie der vorangegangene. Und trotz Titeln wie "I Can't Love You Wild Enough": Wirklich wild sind diese Wölfe nicht.

Bewertung: 6/12

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