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0 Autor: Matthias Möde

Interstelar - Resin

Resin
  • VÖ: 08.12.2017
  • Label: Kozmik Artifactz / Cargo
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 298

Interstelars Mix aus Stoner-Riffs, Psychedelic-Gitarren und Doom-Monotonie fällt nicht so abgefahren aus, wie es das Cover vermuten lässt.

Dort schießt einem, vermutlich selbst ernannten Kosmonauten eine bunte, rasende und rauschhafte Mixtur durchs Hirn, die nur selten ihre Entsprechung in den acht Songs und 42 Minuten auf "Resin" findet. Dabei legt sich "Silo" gleich zu Beginn mit tiefen Drums, Rückkopplungen und groovenden Riffs mächtig ins Zeug und meistert den Übergang zum hymnischen Refrain spielend. Hier zeigt sich allerdings schon, dass die Stimme von Sänger und Gitarrist Jason Kothmann nicht sonderlich variabel ist. Kothmann gründete die Band aus Los Angeles 2005, ein Jahr später veröffentlichten Interstelar ihre Debüt-EP "React In Silence", der bis zur aktuellen Veröffentlichung ihres Debütalbums nur eine weitere EP, "On Black Waves" (2011), aber zahlreiche Line-up-Wechsel folgten. Kothmann hat seinen Stoner-Doom zusammen mit Gitarrist Gary Gladson, Schlagzeuger PJ McMullan und Joe Puccio am Bass etwa im oben genannten Silo, in "Behold" oder im Titeltrack nach langem Feilen und mehreren Neuaufnahmen zu gut komponierten Songs gepusht. Mit "Hold It" gelingt Interstelar ein nach den Queens Of The Stone Age klingender, groovender Hit, der auch ein bisschen davon profitiert, dass er auf den ruhigen, hallend-proggigen Psychedelic-Rock von "High Horse" folgt. Hier schaffen es weder Kothmanns Stimme noch das Songwriting, Magie zu verbreiten, ebenso wenig wie im finalen, gerade an dieser Position gewollt balladesken Stück "Sequoia". Dann doch lieber mit Fuzz- und Stoner-Riffs, mit Monotonie und psychedelischem Gewaber.

Bewertung: 7/12

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