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0 Autor: Ingo Scheel

Garbage - Version 2.0 (Rerelease)

Version 2.0 (Rerelease)

Jubiläum bei Garbage: 20 Jahre nach der Veröffentlichung erscheint "Version 2.0" mit allerlei B-Seiten neu.

Mit ihrem Debüt hatten Garbage Mitte der 90er einem relativ neuen Sound Beine gemacht. Songs wie "Only Happy When It Rains", "Stupid Girl" oder "Queer" kombinierten alles von Siouxsie-And-The-Banshees-Grandezza über Melodien aus dem Hause The Jesus And Mary Chain bis zu Pop von Blondie, Primitives & Co. – angetrieben durch Butch Vigs Produktions- und Schlagzeug-Expertise, von Shirley Mansons Stimme zum Abheben gebracht. 1998 schließlich folgte die Reifeprüfung. Dampfte das Debüt noch vor Rookie-Charme, geriet Version "2.0" deutlich durchproduzierter, mit einem Plus an technischem Schnickschnack um einiges mainstreamiger und chartorientierter. Die Formel ging auf: Platz 1 in Großbritannien, Platz 4 in Deutschland, vier Grammy-Nominierungen – weltweit verkaufte sich das Album über vier Millionen Mal. Zum Jubiläum liefert die Reissue eine Zeitreise zurück zum Vorabend der großen Web-Revolution, allein der Titel klingt mittlerweile dermaßen retro und weckt Erinnerungen an selige AOL-CDs. Die Beats sind etwas angestaubt, aber die Songs haben die Jahrzehnte bestens überdauert. Der alles überstrahlende Hit "I Think I’m Paranoid", der Prodigy-Klon "Hammering In My Head", die Britpop-Fingerübung "The Trick Is To Keep Breathing" sind allesamt gut gealtert. Die Deluxe-Version enthält auf einer zusätzlichen CD zehn B-Seiten aus jener Zeit. Unter den Highlights: das hypnotische Seeds-Cover "Can’t Seem To Make You Mine", der heimliche Hit dieser Neuauflage, die Paranoid-B-Seite "Deadwood" und "Lick The Pavement", das wie ein Mix aus Black Rebel Motorcycle Club und Spacemen 3 klingt.

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