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0 Autor: Matthias Möde

Cold War Kids - New Age Norms 1

New Age Norms 1

Das erste von drei geplanten New Age Norms-Alben verschreibt sich mit Michael-Jackson-Funk, Soul und Indierock der Überzeugung: Arsch hoch!

Diese Aufforderung bezieht sich weniger auf die Möglichkeit, sich zu den acht Songs auf die Tanzfläche zu begeben, etwa zum Falsett-Funk in "Waiting For Your Love", sondern viel mehr auf die Songtexte, die sich unter anderem Gedanken um Ideen für eine bessere Welt machen. Über dem Funk, Soul und Blues im Indierock der Cold War Kids strahlt die charismatische Stimme von Frontmann Nathan Willett, die vor allem im orgelnden "Fine Fine Fine" wunderbar soulig klingt. Im beschwingten "Complainer", das direkt dazu aufruft, etwas zu tun und sich zu ändern, wird sie von einem Kinderchor unterstützt. Inhaltlich ist der Song auch eine Art Jacko-Referenz, der schon 1988 mit dem "Man In The Mirror" anfing, etwas zu ändern. Wir sind hier also nah an Fridays For Future und einer denkbar ungünstigen Kombination: Michael Jackson und Kinderchor. Willett habe sich aber nicht vom King of Pop, sondern vor allem von Kanye West inspirieren lassen, sagt er. Aber nicht vom Rapper oder Spinner, sondern vom Produzenten, der 2018 sehr produktiv war. Willett ging ohne Band, nur mit Produzent Lars Stalfors ins Studio, um mit einer West-Lockerheit die nur 29 Minuten von "New Age Norms 1" zu schreiben. Das Ergebnis fühlt sich ähnlich an: Das Album hat richtig gute Momente, gerade dank des funkig-fluffigen Indierocks, wird mit jedem Freitag aber an Strahlkraft verlieren.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 8.0/12

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