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Nomad Stones - Unriddled

Unriddled

Auf dem zweiten Album der Nomad Stones verarbeitet Adam McGrath den Tod seines Cave-In-Kollegen Caleb Scofield. Zum größten Teil kommt dabei Punkrock heraus.

Eigentlich war es ja etwas dreist, das Nomad Stones ihr 2016 erschienenes selbstbetiteltes Debüt ein Album nannten. Darauf waren ja nur sieben Songs – und die allesamt knackig-kurz. Normalerweise schimpft man so was eine EP. Jetzt auf "Unriddled" sind es zehn Songs in einer halben Stunde. Seit dem Debüt hat Erik Szyska die Position des Bassisten für Charlie Coffou freigemacht, am Schlagzeug sitzt JR Conners (Cave In, Doomriders). Als Power-Trio betreiben sie mit Nomad Stones Jugendverarbeitung. Die Songs sind irgendwie garagig, irgendwie punkig, da schwingen mal Hüsker Dü mit, mal die Dead Kennedys, dann wieder die Ramones – und trotzdem ist die Platte mehr als nur Punkrock. Sie ist eher Alternative Rock mit Punk-Drive. Das gilt zumindest für acht der Songs. Die pendeln sich alle um die zweieinhalb Minuten ein – und vorab hat die Band mit dem galoppierenden Opener "Behind The Trigger" und dem wohl von The Cure inspirierten "True Ability" zwei Highlights veröffentlicht. Aus dem Rahmen fallen die anderen beiden Songs. "Supply In Mind" geht sechs Minuten und 30 Sekunden und ist erst getragen, bis es dann episch wird und wäre durchaus eine Bereicherung für das erst Anfang Juni erschienene Cave-In-Comeback-Album "Final Transmission" gewesen. Das atmosphärische Gitarren-Mäandern spricht da Bände. Auch das abschließende fast fünfminütige "Time Eraser" ist ein Song, der sich gut im Cave-In-Repertoire machen würde – und der mit Stephen Brodskys Superstimme sicher noch etwas besser geklungen hätte.

Bewertung: 8/12

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