Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Frederik Tebbe

Strung Out - Songs Of Armor And Devotion

Songs Of Armor And Devotion

Wenn "Songs Of Armor And Devotion" dem Hörer eines lehrt, dann: Schreib alte Bands niemals ab, sie können auch nach 30 Jahren noch ein Ass im Ärmel haben.

Es ist düster und lässt doch die Sonne rein, es hat Power und weiß um seine ruhigen Momente. Auf ihrem neunten Album verarbeiten Strung Out politisches Weltgeschehen und persönliche Verluste – und zeigen sich mit "Songs Of Armor And Devotion" als wirklich starke Songwriter. Es gibt kein Stück auf dem Album, das als Tiefpunkt oder Ausfall bezeichnet werden könnte, stattdessen klingt hier alles wirklich wie aus einem Guss. In seinen besten Momenten ist das neue Album der Kalifornier zudem angenehm melodisch und melancholisch. Gerade die ersten drei Songs – "Disappearing City", "Politics Of Sleep" und "Diamonds And Gold" – erinnern von der Grundstimmung her an Alkaline Trio zu ihren besten Zeiten. Es wären aber nicht Strung Out, würde sich nicht immer wieder abgedrehtes Metal-Riffing in den Liedern Bahn brechen. "Strange Notes" wiederum klingt geradezu paradigmatisch danach, wo diese Band herkommt: Der vierte Song des Albums ist ein sonniger Fat-Wreck-Arschtritt, der so auch auf einen Soundtrack zu Tony Hawk’s "Pro Skater"-Reihe passen würde. Die ersten zwei Drittel des Albums finden in diesem Stimmungs-Spannungsfeld statt, wie es "Ulysses" eindrucksvoll zeigt, und sind durchweg stark. Es ist erstaunlich, mit welcher Frische und Energie die 1989 gegründeten Strung Out an die Arbeit gehen. Das sei der letztjährigen Akustik-EP "Black Out The Sky" geschuldet, sagt Sänger Jason Cruz, aber das greift zu kurz: Dieses Album ist um Längen besser und größer als der kleine Abstecher in ruhige Gefilde.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 9.0/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.