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0 Autor: Vivien Stellmach

Alex Mofa Gang - Ende offen

Ende offen

Einfache Kost für Festival-Touristen: Alex Mofa Gang und ihr poppiger Punk sind längst nicht so gut, wie sie es gerne wären.

Liebe Mofa Gang, wer richtig guten Seelentröster-Pop hören will, stellt sich bei Bosse vor die Bühne. Der ist nicht so punkig, aber wem das noch fehlt, holt sich die Gitarren eben später bei den Donots ab. Shampoo und Spülung funktionieren getrennt ja auch besser als zusammen, findest du nicht? Nein? Na gut, das erklärt zumindest, warum du schon wieder alle Instrumente in einen Topf geworfen hast und sich dein drittes Album genauso wenig wie die anderen zwischen Indie, Pop und Punk entscheiden kann. Weißt du was? Das tut sogar ein bisschen weh, weil wir doch beide wissen, dass du eigentlich auf der richtigen Seite stehst. Aber der Bonus für liebe Jungs ist jetzt aufgebraucht. Und du bist selbst schuld, wenn du uns mit "Alles robotisiert (I Am In Love)" einen Song andrehen willst, der schon im Titel verrät, dass das Gegenteil eines Hits dahintersteckt, und du mit "Kleine Schwester" Größenwahn auch noch einen Kraftklub-Verschnitt von "Randale" mit Trompete nachlegst. Sorry, liebe Mofa Gang, damit kriegst du vielleicht das Nachmittagspublikum beim nächsten Open Air rum, aber nicht uns. Warum schreibst du nicht lieber mehr Songs wie "Es ist vorbei"? Klar, diese Kindergarten-Texte über scheiternde Beziehungen sind pubertär und langweilig, und dein Alex hat natürlich ein glückliches Liebesleben verdient, aber dazu kannst du immerhin die passende Musik schreiben. Einigen wir uns darauf, dass du Kleine-Mädchen-Poesie und Punk-Gitarren in Zukunft trennst? Dann kommen wir beim nächsten Mal auch wieder bei dir vorbei – an der nächsten Festivalbühne.

Bewertung: 5/12

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