Zur mobilen Seite wechseln
3 Autor: Gerrit Köppl

Knocked Loose - A Different Shade Of Blue

A Different Shade Of Blue
  • VÖ: 23.08.2019
  • Label: Pure Noise/Soulfood
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 318

Brutaler wird es in diesem Jahr bestimmt nicht mehr: Mit "A Different Shade Of Blue" toppen Knocked Loose ihr Debüt in jeder Hinsicht, indem sie Hardcore- und Metal-Extreme zu etwas noch Gewaltigerem vereinen.

2016 erschien mit "Laugh Tracks" die erste Platte von Knocked Loose, die sich offenbar schon bei der Einigung auf ihren Bandnamen bewusst waren, dass Menschen zu ihrer Musik im Moshpit Zähne verlieren würden. Ihr brutaler Beatdown-Hardcore klang aber überhaupt nicht abgedroschen, sondern innovativ im Vergleich zu den meisten anderen Haudrauf-Bands für rücksichtslose Amateur-Kampfsportler. Auf "A Different Shade Of Blue" arbeiten sie ihn noch mehr aus, dafür nahmen sie sich auch mehr Zeit im Studio. Das von Will Putney (Every Time I Die, Counterparts, Body Count) produzierte Album vereint Elemente aus Metal- und Mathcore, Oldschool-Hardcore und sogar aus Death- und Thrash-Metal. Knocked Loose machen ihre Musik mit jeder Menge extremer Tempowechsel und Riffs, die nie öfter als vier Takte lang wiederholt werden, unvorhersehbar. Die vielen Breakdowns sind nicht klischeebehaftet, sondern rhythmisch alle einzigartig und ausgesprochen kompliziert. Frontmann Bryan Garris kreischt zutiefst persönlich über seine gebrochene Psyche und existenzielle Ängste, was zusammen mit der Grenzen-sprengenden Musik zur reinsten Katharsis wird. Seine Band unterstützt ihn mit gutturalen Growls, Emma Boster von Dying Wish und Keith Buckley von Every Time I Die sind auf zwei Stücken zu hören, aber selbst Buckley geht in der überwältigenden Intensität von "Forget Your Name" unter. Denn was Knocked Loose hier mit Hardcore anstellen, ist ein neuer Benchmark für das ganze Genre und seine Ableger.

Bewertung: 10/12
Leserbewertung: 8.3/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Kommentare (1)

Avatar von Oliver Scholl Oliver Scholl 25.08.2019 | 03:30

Colfax Road - bitte lies Dir die Review von Gerrit Köppl noch mal ganz unaufgeregt und ohne die Voreingenommenheit, die aus jedem Deiner Worte mehr als deutlich heraus trieft, durch. Da ist doch ganz genau erklärt, was das Besondere an diesem Album ist. Und das ist für jeden, der sich wirklich unvoreingenommen mit diesem Album beschäftigt, auch absolut nachvollziehbar.
Ich fange jetzt erst gar nicht mit dem "Ahunung von Musik oder nicht" Geplänkel an. Ein Stück weit ist es sicherlich auch Geschmacksache, aber da sind wir halt auch schon beim (ins Auge) springenden Punkt.
Wer einer Musikrichtung so dermaßen intolerant und fast schon verachtend verallgemeinernd begegnet, der sollte hier einfach weiter lesen und nicht versuchen, sie durch unreflektierte "Meinungen", "Kommentare" und Bewertungen zu verunglimpfen.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.