Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Martin Iordanidis

Hellyeah - Welcome Home

Welcome Home

Hinter Hellyeahs sechs Alben scheinen genug Gründe für ihren überschaubaren, aber beständigen Erfolg zu stehen. Allzu viele davon finden sich auf Welcome Home nicht.

Einer sind immerhin die letzten aufgenommenen Songs des ehemaligen Pantera-Schlagzeugers Vinnie Paul. Nicht dass in der Sparte des Redneck-offenen Metal Ebbe herrschte – von Stone Sour bis Five Finger Death Punch hat sich hier ein Spektrum von passabel bis peinlich herausgebildet. Hellyeah besetzen da seit Jahren das solide Mittelfeld, und das merkt man an dem gut geölten Riffmetal-Fließband, das der ehemalige Mudvayne-Frontmann Chad Gray und Nothingface-Gründer Tom Maxwell wie ein Automat bedienen. Am handwerklichen Teil gibt es wenig auszusetzen, aber Song-Unikate tauchen in der Meterware von Hellyeah bis heute selten auf. Mit ein paar Ausnahmen: Im Opener "333" bringt die Band mit ungewöhnlich schnellem Tempo eine Referenz an den klassischen Thrash, der sich neben dem offensichtlichen Pantera-Zitat aus "Strength Beyond Strength" auch den Kopf nach den Exodus zu "Impact Is Imminent"-Zeiten verdreht. Der Titelsong "Welcome Home" verbindet einen tänzelnden Kopfnicker-Bass mit melodischen Hooks, auf die Hellyeah zur Sicherheit noch ein paar Keyboard-Spuren drapieren. Etwas mehr Melodie – das ist die einzige neue Wasserstandsmeldung bei der Band, die auch ohne Paul weitermachen wird, weil sie es muss. Auch wenn Gray in "Skyy And Water" tränenreich Abschied von dem 2018 verstorbenen Bandkollegen nimmt, überwiegt auf Welcome Home das ungesunde Bauchgefühl, dass sich nach salz- und fettreichem Fastfood einstellt: Bauch voll, nie wirklich satt.

Bewertung: 5/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.