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Stonefield - Bent

Bent

Die Findlay-Schwestern geben sich auf ihrem vierten Album so heavy wie nie zuvor – werden dabei aber auch Opfer der Eintönigkeit.

Als Stonefield 2013 ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlichen, da ist die jüngste der vier Schwestern gerade mal 14 Jahre alt. Die erste EP gibt es sogar noch drei Jahre früher. Seitdem ist für die Musikerinnen viel passiert, gerade in ihrer Heimat Australien, wo die Band einen nicht zu unterschätzenden Bekanntheitsgrad erreicht hat. Erst im vergangenen Jahr erscheint das dritte Album "Far From Earth", das erste auf dem Label von King Gizzard & The Lizard Wizards Schlagzeuger Eric Moore, aufgenommen in LA und produziert von Black Mountains Stephen McBean. Bisher hatten Stonefield psychedelische Einflüsse nie kaschiert, sondern sie eher mithilfe von etwa Sitar-Klängen ausgemalt. Auf "Bent" sparen sie sich das. Was hier neuerlich dominiert, ist schweres Black-Sabbath-Riffing und schleppende Grooves. Letztere stammen von Amy Findlay, der singenden Schlagzeugerin und ältesten der vier Schwestern. "Bent" will keine fluffige Blumenkinder-Platte sein, denn Stonefield haben den düsteren Doom für sich entdeckt, filtern ihn durch kaleidoskopischen Psychedelic-Fuzz-Rock und verschnörkeln alles mit satten, spacigen Orgel-Ornamenten. Überzeugend in Form gebracht haben sie das mit der Hilfe der King-Gizzard-Masterminds Stu Mackenzie und Joe Walker im Studio der Band. Was den zehn Song jedoch fehlt, sind erkennbare Unterschiede. Die meisten Stücke wabern und wummern sehr ähnlich vor sich hin. Da hilft auch das instrumentale Intermezzo "Dignity" nicht. Beim nächsten Mal gerne wieder etwas mehr Variation als nur eine reine Genre-Platte.

Bewertung: 7/12

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